Die Geschichte der Uckermark
Uckermark News — Von Urlauber am 17. 11., 2011 um 15:05
Die in Nordostdeutschland liegende Uckermark ist eine Kulturlandschaft, die vor allem landwirtschaftlich geprägt ist. Sie bietet Natur in allen Fassetten, da sich hier Steppenrasenflächen und Trockenheiden mit großen Feuchtgebieten und Mooren abwechseln. Die Uckermark erfreut sich daher als Ausflugsziel für Naturbegeisterte.
Die Entstehung und Natur der Uckermark
Entstanden ist die historische Landschaft der Uckermark in der letzten Eiszeit. Damals überzogen Gletscher von Skandinavien aus das ganze Gebiet. Als diese gegen Ende der Eiszeit schmolzen, hinterließen sie die heute bekannte leicht hügelige aber weitgehend flache Landschaft. Durchzogen ist sie von End- und Grundmoränen (wallartige Aufschüttungen von Gesteinsmaterial) sowie unzähligen Bächen, Flüssen, Seen und Mooren. Hier befindet sich auch das größte Quellmoor in Norddeutschland sowie das größte Binnenschilfgebiet Deutschlands. Naturfreunde finden in der Uckermark mehr als 1000 km an Wander- und Radwege, darunter auch den 630 km langen Oder-Neiße-Radweg, der durch viele faszinierende Landschaften führt. Für den Aufenthalt stehen in der ganzen Region genügend Unterkünfte zur Verfügung.
Die Besiedelung der Uckermark
Die erste Besiedelung durch den Menschen geht zurück in die Steinzeit. Belegt wurde dies durch Funde wie eine Axt aus Hirschgeweih und Feuersteingeräte, welche wohl Jägern und Sammlern gehörten. Überreste einer Siedlung nahe Blindow, aus dem 4. bis 3. Jahrtausend v. Chr. stammend, zeugen von den ersten Viehzüchtern und Ackerbauern. Dieser Zeit verdankt der heutige Landkreis Uckermark auch seine Vielzahl an Bodendenkmalen (ca. 5000). Dabei fallen vor allem die vielen Hünengräber und Burgwälle aus der Jungsteinzeit sowie die Hügelgräber der Bronzezeit (ca. 1800 – 1000 v. Chr.) auf. Eines der größten Hügelgräber Norddeutschlands findet man in Dedelow. Vom Anfang unserer Zeitrechnung (Jahre 0) an wurde das Gebiet von westgermanischen Semnonen und ostgermanischen Burgundern bewohnt, welche die heutige Uckermark aber im 4. bis 5. Jahrhundert während der großen Völkerwanderung verließen. Das Gebiet wurde dann im 6. bis 7. Jahrhundert von dem slawischen Stamm der Ukranen besiedelt, denen die heutige Uckermark auch ihren Namen verdankt (“Ukera” oder “Terra Ukera”, Grenzland). Diese Ukranen verwandelten durch Ackerbau die anfängliche Urlandschaft in die heute bekannte Kulturlandschaft. Im 12. Jahrhundert endete durch die Ostkolonisation von deutschen Feudalherren die Slawenzeit und deutsche Siedler vermischten sich mit der slawischen Bevölkerung.
Foto: nijus.de – Fotolia.de
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